„Wer immer in den Sattel steigt, der wird erzogen – zum Leben und zum Menschen.“ (Clemens Laar)
Therapeutisches Reiten
Tiergestützte Intervention | tiergestützte Pädagogik | tiergestützte Therapie
Schon im 17. Jahrhundert empfahl der berühmte englische Arzt Thomas Sydenham Reiten als Therapie für Lungenkranke: „Ich kenne kein bewährteres Mittel zur Tilgung der Lungensucht, als das Reiten."
Die tiergestützte Therapie von BALU zielt darauf ab, im Kontakt mit dem Tier alle Sinne des Menschen anzusprechen und ihn individuell sowie ganzheitlich zu fördern.
Die Pferde von BALU begegnen den Teilnehmern wert- und vorurteilsfrei und verhalten sich unmittelbar und instinktiv. Mit dieser Besonderheit zeigen sie ihnen einerseits Grenzen auf, ermöglichen jedoch andererseits, sich ihnen anzunähern und eine Beziehung aufzubauen.
Während der Therapieeinheiten werden je nach Bedarf beispielsweise Übungen auf oder mit dem Pferd durchgeführt. Doch bereits der Kontakt mit den Pferden und die Pflege von ihnen eröffnen neue Erfahrungsfelder und nehmen einen positiven Einfluss auf die Teilnehmer.
So werden zum Beispiel das Selbstbewusstsein und das Vertrauen der Menschen in die eigenen Fähigkeiten gestärkt, die Wahrnehmung verbessert und die Motorik geschult – hier trägt die tiergestützte Therapie dazu bei, die Lebensfreude der Menschen insgesamt zu erhöhen und die psychische, seelische und körperliche Gesundung positiv zu unterstützen.
Formen der tiergestützten Intervention in der BALU gGmbH
Basis der tiergestützten Therapie sind die Beziehungs- und Prozessgestaltung im Beziehungsdreieck „Klient – Tier – Pädagoge/Therapeut". Tiergestützte Therapie beinhaltet Methoden, bei denen Klienten mit Tieren interagieren, über Tiere kommunizieren oder für Tiere tätig sind. Die Durchführung erfolgt zielorientiert anhand einer klaren Prozess- und Themenorientierung unter Berücksichtigung tierethischer Grundsätze mit anschließender Dokumentation und fachlich fundierter Reflexion.
Die Qualität tiergestützter Therapie/Pädagogik hängt von der Mensch-Tier-Beziehung ab.
Indikation
Die Anwendung der tiergestützten Intervention (Therapie/Pädagogik) findet bei den folgenden Indikatoren Anwendung:
Wahrnehmungsstörungen
Angststörungen
Selbstwertproblematik
Traumatisierung durch körperliche oder sexuelle Gewalt
AD(H)S
Borderlinestörung
u. v. a.
Durchführung
folgend nun die Einsatzbereiche der tiergestützten Intervention:
AD(H)S
Autismus
Wahrnehmungsbeeinträchtigungen
Entwicklungsverzögerungen
Motorischer Förderbedarf
Konzentrationsschwierigkeiten
Mangelndes Selbstvertrauen
Hochbegabung
Geistige / körperliche Behinderung
Missbrauchserfahrungen
Psychische Erkrankungen
Bei Bedarf und durch die Hilfe-/Therapie- und Förderplanung wird eine ärztliche Unbedenklichkeitsbescheinigung eingefordert.
Tiergestützte Therapie (TGT)
Durch Interventionen, basierend auf einer genauen Situations- und Problemanalyse, wird ein Therapieziel unter Erstellung eines Therapieplans festlegt. Sie werden durchgeführt von therapeutisch qualifizierten Personen im therapeutischen Bereich mit speziell trainierten Tieren.
Rahmenbedingungen
Ort: Stall der BALU gGmbH, Wasserburger Landstraße 22, 85604 Zorneding
Zeit: Setting Mindestbuchung 1,5 Std. „face to face"
Anhand einer festen Wochenstruktur werden die Termine der Settings individuell und nach zeitlicher Kapazität und Notwendigkeit vergeben.
Die Settings finden in der Einrichtung zur tiergestützten Intervention statt. Jedes Setting beinhaltet eine Vor- und Nachbereitungszeit zur Gewährleistung der Qualitätsstandards.
Die Anzahl der Settings wird individuell und nach Bedarf vereinbart. Die Mindestdauer des Settings beträgt 1,5 Stunden.
Kosten: 90,- € pro Setting
ANSPRECHPARTNERIN | Manuela Kruip